2020 ~ Ich lass’ dich los!
Am Kap der Guten Hoffnung | Südafrika | 2018
Mein Jahr 2020 begann mit 40 Grad Fieber auf Sri Lanka. Ich hatte keine Ahnung, wie das passieren konnte, und habe den 1. Jänner 2020 in meinem Delirium verschlafen. Natürlich dachte ich mir damals: „Dieses Jahr fängt ja schon mal gut an!“, doch hatte ich diesen Gedanken schnell verworfen … Denn schließlich setzte ich – wie so viele von uns – die größten und besten Hoffnungen in das neue Jahr. Eine magische, anziehende Zahl, die nur Glück und Erfolg verheißen mochte. Frisch verliebt, voller Tatendrang, Pläne und Visionen sollte es MEIN JAHR werden.
Doch 2020 nahm seinen Lauf. Ich musste meine Yoga-Reisen abbrechen, zu Hause zuwarten, konnte noch immer nicht fassen und einordnen, was da auf mich zukommen würde. Vielleicht war es einfach nur Verdrängung? Als Flugbegleiterin traten die schlimmsten „Turbulenzen“ meiner Karriere auf, aus denen ich wohl noch lange nicht raus bin. Meine Yogastunden durften nicht mehr stattfinden, Herausforderungen und Schicksalsschläge im Freundes- und Familienkreis … es schien kein Ende zu nehmen, und schön langsam fühlte ich mich wie gelähmt. Schockstarre?!
Nun „musste“ ich in mich gehen und DAS suchen, was mir Yoga unter anderem gelehrt hat. Worauf haben mich all die Reisen, Menschen, Erlebnisse und Stunden mit Yoga vorbereitet? Ich spürte und erfuhr nun wirklich, was es heißt, zu akzeptieren und anzunehmen. Und vor allem, was es tatsächlich heißen mag, dem „Prozess des Lebens“ zu vertrauen. Wenn man täglich von Zweifeln und Ängsten begleitet wird, hört sich das schön in der Theorie an – doch wie sieht es in der Realität aus? Glaubt mir, es ist nach wie vor eine Achterbahnfahrt, Tag ein – Tag aus.
Ich war gezwungen umzudenken, mich neu zu entwickeln, zu handeln, aktiv zu werden, mich den Herausforderungen und Ängsten zu stellen. Mir wurde klar: „Tun“ bringt mich weiter – und nicht die Opferrolle. Wo hat mich dieses Jahr nun also hingebracht? Das Jahr 2020 hat mich all meine Komfortzonen verlassen lassen. Ich lernte, die Chancen in der Krise wahrzunehmen, auch wenn es unfreiwillig schien.
Ich genoss den Sommer mit meinen Yogis im Freien unter blauem Himmel oder aber dem Vollmond. Ein Meilenstein war die Umstellung meiner Yogastunden auf Online-Stunden. Bis nach Neuseeland yogieren wir nun gemeinsam, und ich kann wöchentlich ganz besondere Menschen „treffen“, mit denen ich eine wundervolle Energie schaffe. Danke für euer Vertrauen und eure herzerwärmende Unterstützung.
Meine Flüge brachten mich u. a. nach New York. Unter ganz ungewöhnlichen Umständen, abgegrenzt durch Masken, erlebte ich Manhattan – frei von Touristen, inklusive Geisterstimmung. Mein Herz wird ewig und immer über den Wolken seinen ganz bestimmten Platz haben.
Ich durfte durch meine neue Offenheit und Online-Arbeit so viele neue, liebe Menschen kennenlernen, die – wie wir alle – viele Herausforderungen zu meistern haben. Gemeinsam sind wir stärker, und ich spüre dieses Gefühl der Solidarität und des Zusammenhalts – sei es mit neuen Herzensmenschen oder aber meinen Lieben, die mich mein ganzes Leben schon begleiten. Danke, dass es euch gibt!
Jeden Tag aufs Neue fühle ich mich gesegnet, die Liebe an meiner Seite zu haben. Danke, liebes Universum, dass du mir nach so langen Jahren der Ungewissheit die Liebe geschenkt hast. Ich weiß, dass ich einen unglaublichen Schatz in Händen halten darf und diese schwierige Zeit nicht alleine durchstehen muss. „Vertraue in den Prozess des Lebens“ … DU bist der Beweis dafür. Ich liebe dich!
Während der letzten Wochen dieses Jahres spürte ich, dass ich mir einen kleinen Traum erfüllen möchte und mich wieder weiterentwickeln will. Gesagt, getan … mein Start ins neue Jahr wird begleitet sein von einem meditativen Projekt, über das ich euch laufend informieren werde. Ich freue mich darauf, DICH damit berühren zu dürfen und mit EUCH gemeinsam in Richtung „Sound Healing“ zu gehen.
Wie dieser Baum – Vrikshasana, aufgenommen von einem Herzensmenschen am Kap der Guten Hoffnung – werden wir voller Standhaftigkeit, mit Sicherheit und Stabilität im neuen Jahr erblühen. Nichts wird uns „umhauen“, jeder Sturm wird uns nur noch stärker machen, und wir werden mehr als je zuvor unser Urvertrauen und unsere Verwurzelung wahrnehmen. Bleib bei dir, vertraue in den Prozess des Lebens, aber vor allem: Vertraue in die Stärke in DIR. Du bist wundervoll!
NAMASTÉ & ein leuchtendes neues Jahr 2021, voller Liebe und Vertrauen!
Iris